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Großübung bei der Bio-Energie Mudau GmbH

Alarmübung in MudauMudau | Neue Wege ging man in der Herbstabschlussübung der Feuerwehr Mudau. Wie Gesamtkommandant Gerd Mayer erläuterte, habe er sich erstmals sehr bewusst aus der Übungsleitung heraus gehalten. „Auch für mich waren die Anforderungen dieser Übung vollkommen unbekannt, aber sie haben unglaublich wertvolle Erkenntnisse gebracht.“

Dieser Meinung schlossen sich die Übungsleiter Manfred Müller, Markus Peiß und Marco Müller ebenso nahtlos an wie Dieter Slabschi als Einsatzleiter des Deutschen Roten Kreuzes OV Mudau sowie die Staffelleiter Kurt Rippberger (Donebach), Rudi Reichert (Langenelz), Manfred Hauk (Mudau), Günter Schüßler (Mörschenhardt), Cornel Schwab (Scheidental), Hilmar Schüßler (Schloßau) und Volker Banschbach (Steinbach).

Manfred Müller ließ das angenommene Szenario noch einmal kurz Revue passieren: In der BioEnergie GmbH Mudau hat eine der Maschinen in der Pelletsproduktion Feuer gefangen, das sich schnell auf die Produktion ausgeweitet hat. Durch Funkenflug gab es daraufhin in einem der Silos eine Verpuffung, die einen Verletzten auf dem jetzt unzugänglichen Silo verursachte. Die Brandmeldung erfolgte über eine sog. Brandmeldeanlage in der Firma, die der angerückten Wehr auch sofort zeigen kann, von wo im Betrieb der Brand zuerst gemeldet worden war.

Die Abteilungswehren und das zeitgleich informierte DRK trafen zwischen 5 und 10 Minuten nach Meldung auf dem weitläufigen Gelände ein und forderten sofort die Drehleiter der Feuerwehr Buchen wegen des Verletzten auf dem Silo an, die zusammen mit Stadtbrandmeister Klaus Theobald punktum zur Stelle war. Die Einsatzbereitschaft und das Fachwissen um ihren umfangreichen Hilfsdienst waren von allen Aktiven auf dem obersten Level. Das bestätigte auch Übungsleiter Marco Müller, der allerdings kritisierte, dass der Blick auf die informative Brandmeldeanlage sehr spät erfolgt sei. Sein Kollege Manfred Müller sprach das „Mayday“ als eines der Hauptziele dieser Übung an. Der Begriff selbst sei zwar sehr bekannt, der Umgang damit jedoch weniger. Das habe die Übung ebenfalls gezeigt.

Der dreiköpfige „Angriffstrupp“ war in der brennenden Produktionshalle als einer der drei kollabierte und dieses „Mayday“ auslöste. „Wenn das über Funk kommt, zusammen mit der Lagebeschreibung des verletzten Kameraden – und die war hervorragend – dann ist Schicht im Funkbetrieb“, so die klare Aussage des Übungsleiters. Die Funkstille für den Brand müsse andauern bis der Verletzte geborgen ist, um dann sofort durch den Einsatzleiter wieder aufgelöst zu werden. Wichtig sei auch, dass sich in einem solchen Fall sofort ein 2. Angriffstrupp bereit macht und schnellstmöglich die Löscharbeiten weiter führt. Mangelnde Information an die richtige Stelle kritisierte auch Markus Peiß, der die Notwendigkeit von „Einweisungspersonal“ für die ortsfremden Wehren und Hilfsorganisationen ansprach. Es sei wichtig, dass die helfenden Kräfte ohne Irrwege an die richtigen Stellen „dirigiert“ werden. Damit nahm er Dieter Slabschi quasi das Wort aus dem Mund.

Obwohl der DRK-Ortsverband Mudau mit 6 Einsatzkräften vor Ort war, betonte der Bereitschaftsleiter: „Wir sind auf Euch und Eure Tragen, aber auch auf eure helfenden Hände angewiesen, weil wir einfach so wenig Leute sind“, und das sei besonders wichtig an einem so weitläufigen und verzweigten Einsatzort. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, der als Beobachter vor Ort war, lobte die hohe Einsatzbereitschaft der örtlichen Hilfsorganisationen und lobte das „Wunderbare Bild“, das die große Anzahl an Hilfskräften und Fahrzeugen am Einsatzort abgaben. Dass die wertvollen Erkenntnisse dieser besonderen Gesamtübung für die Zukunft nicht nur für alle Einsatzkräfte wichtig waren, sondern auch für die BioEnergie GmbH, bestätigte Albin Grimm abschließend mit einem Dank an alle Aktiven und dem Angebot einer Betriebsführung im Hinblick auf die brandschutztechnischen Besonderheiten, bevor er zur kulinarischen Kräftigung einlud.

Bericht: Liane Merkle
Bilder: Liane Merkle, Walter Thier und FFW Mudau

 

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